Die Gefährten müssen ein Opfer bringen
26.12.2008


Aufgrund einer hoch motivierten Protokollantin *niemanden anguck* konnten wir uns die Arbeit machen, dieses Protokoll in einem Text der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Original ist leider Gottes verschwunden, gelöscht, zerstört.

Wenn einer von den Teilnehmern etwas hinzuzufügen oder zu verbessern hat, möchte er sich bitte bei mir (SevereSnape@web.de) melden.

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Sundaris, Liona, Shela, Failadeth und mit ihnen auch Sir Simon standen in den Höhlen der Insel vor einem Portal, vor dem Portal, dass sie von dieser Insel zurückbringen soll. Liona fragte sich immer wieder, warum sie überhaupt mit in die Höhlen gegangen war, denn schließlich gefiel ihr diese Insel und sie wollte überhaupt nicht fort von dort.

Während der Großteil der Gefährten beeindruckt von dem Portal war, es aber ebenso skeptisch in Augenschein genommen hat, wandte sich Prinzessin Failadeth an Sir Simon, die wusste, dass er bisher noch nicht alles von seinem Wissen preisgegeben hatte. Schließlich rückte der Sir mit der Sprache heraus, wenn auch wohl eher widerwillig. „Ihr müsst ein Opfer bringen, wenn ihr das Portal benutzen wollt“, hieß es. Liona wurde das Ganze zu viel, die Höhlen waren ihr unheimlich, und jetzt auch noch einen Menschen opfern um die schöne Insel zu verlassen? Nein, da verließ sie lieber gleich die Höhlen, zumal sie noch zum Gespött der Gefährten wurde, als Shela darauf hinwies, dass sie bisher davon ausgegangen war, keinen einzigen Menschen hier angetroffen zu haben.

Failadeth, die sofort das Bild vor Augen hatte jemanden töten zu müssen, gab gleich bekannt, dass sie niemanden opfern würde, abgesehen vielleicht von Sundaris, den sie ja bekanntermaßen nicht unbedingt ihren Freund nannte. Shela war der gleichen Meinung und zeigte sich erleichtert als auch Sundaris sich zu Wort meldete, um beizupflichten, dass er niemanden aus der Gruppe opfern wollte.

Doch stellte sich hier nun erst einmal die Frage, warum überhaupt einen Menschen oder ein menschenähnliches Wesen opfern? Es war nur die Rede davon, man müsse ein Opfer bringen, und „ein Opfer bringen“ kann vieles heißen. Sir Simon gab Rat: Man könne auch auf all seine Fähigkeiten verzichten und ein Mensch werden. Dies wäre eine Möglichkeit dem Menschenopfer zu entgehen. Failadeth zögerte keinen Moment, sie würde auf ihre elbischen Fähigkeiten verzichten, wenn sie ihre Schönheit behalten dürfe, nur um Sir Simon, der sich freiwillig anbot das Opfer zu sein und den einzigen Adligen neben ihr in der Gruppe vor dem sicheren Tod zu bewahren.

Außer ihr war jedoch niemand davon überzeugt, dass es besser wäre die magischen Fähigkeiten hinter sich zu lassen, so dass man doch darauf zurückkommen musste, einen aus der Gruppe zu opfern. Failadeth fragte, warum Sir Simon denn sterben wolle. Und auch auf Failadeths Bitten und Flehen, er solle doch mitkommen, sagte er nur, dass er es nicht unbedingt wolle, denn er habe bereits lange genug gelebt. Für ihn würde es Erlösung heißen, für die anderen war es ein Opfer, denn sie würden Sir Simons Wissen nicht mehr erlangen können. Die Prinzessin versuchte weiterhin ihn davon zu überzeugen, dass es doch besser sei zu leben und sein Wissen weiterzugeben an folgende Generationen. Doch Sir Simon wies alle Hilfe von sich. Er wisse zu viel und es sei zu gefährlich, wenn er es jemandem verraten würde. Failadeth bohrte weiter nach, warum es zu gefährlich sei, doch der Sir konnte nur wiederholen, dass er zu viel wisse.

Failadeth dachte nach, sie wusste, dass Sir Simon „nur“ ein Geist war, also war er bereits tot. Und wie sollte man einen Geist töten? Und warum war er *überhaupt* ein Geist? Sir Simon wich der Frage nach dem Warum insofern aus, als dass er sagte, das Los habe ihn getroffen, als entschieden werden musste, wer dafür Sorge zu tragen hat, dass das Portal auch weiterhin noch geöffnet blieb. Viel mehr gab er dazu nicht preis. Nach dem Wie musste er leider antworten, dass er zwar viel, und auch *zu* viel wisse, dass er auf diese Frage jedoch keine Antwort habe.

Die Prinzessin legte ihre Arme um den Sir, den sie auch in der kurzen Zeit so lieb gewonnen hatte, und eine Träne schimmerte in ihren Augen. Sie wischte sich diese weg, als Sundaris anfing zu überlegen, wie man den Geist denn am besten vernichten könnte. Shela schlug vor ein Feuer zu nehmen, vorzugsweise ein magisches, da sie dieses führen konnte, doch Severe war dagegen, der Sir konnte doch nicht qualvoll ersticken!

Sir Simon schlug vor, sie sollten doch einfach durch das Portal gehen und abwarten, was geschehe. Failadeth schlug vor, dass Sundaris dies als erstes tun solle, sie selbst wollte bei Sir Simon bleiben, für den Fall, dass es ein qualvoller Tod werden würde, wollte sie ihm Beistand leisten und ihm weitestgehend helfen.

Sundaris, der scheinbar nicht aufgepasst hatte, fragte erneut, welches Feuer sie nun nehmen sollten. Verärgert über diese Unaufmerksamkeit fuhr die Prinzessin den Brujah an und sagte, es würde überhaupt kein Feuer geben, und er solle endlich durch das Portal gehen. Shela würde ihm folgen.

Sundaris antwortete mit einem „Halt die Klappe!“, einem Ausdruck, den Failadeth in ihren Landen in den letzten Jahrhunderten nicht gehört hatte.