Aufgrund einer hoch motivierten
Protokollantin *niemanden anguck* konnten wir uns die Arbeit machen,
dieses Protokoll in einem Text der Öffentlichkeit
zugänglich zu machen. Das Original ist leider Gottes
verschwunden, gelöscht, zerstört.
Wenn einer von den Teilnehmern
etwas hinzuzufügen oder zu verbessern hat, möchte er
sich bitte bei mir (SevereSnape@web.de) melden.
~*~
Sundaris, Liona, Shela,
Failadeth und mit ihnen auch Sir
Simon standen in den Höhlen der Insel vor einem Portal, vor
dem Portal, dass
sie von dieser Insel zurückbringen soll. Liona fragte sich
immer wieder, warum
sie überhaupt mit in die Höhlen gegangen war, denn
schließlich gefiel ihr diese
Insel und sie wollte überhaupt nicht fort von dort.
Während der
Großteil der Gefährten beeindruckt von dem
Portal war, es aber ebenso skeptisch in Augenschein genommen hat,
wandte sich
Prinzessin Failadeth an Sir Simon, die wusste, dass er bisher noch
nicht alles
von seinem Wissen preisgegeben hatte. Schließlich
rückte der Sir mit der
Sprache heraus, wenn auch wohl eher widerwillig. „Ihr
müsst ein Opfer bringen,
wenn ihr das Portal benutzen wollt“, hieß es. Liona
wurde das Ganze zu viel,
die Höhlen waren ihr unheimlich, und jetzt auch noch einen
Menschen opfern um
die schöne Insel zu verlassen? Nein, da verließ sie
lieber gleich die Höhlen,
zumal sie noch zum Gespött der Gefährten wurde, als
Shela darauf hinwies, dass
sie bisher davon ausgegangen war, keinen einzigen Menschen hier
angetroffen zu
haben.
Failadeth, die sofort das Bild
vor Augen hatte jemanden
töten zu müssen, gab gleich bekannt, dass sie
niemanden opfern würde, abgesehen
vielleicht von Sundaris, den sie ja bekanntermaßen nicht
unbedingt ihren Freund
nannte. Shela war der gleichen Meinung und zeigte sich erleichtert als
auch
Sundaris sich zu Wort meldete, um beizupflichten, dass er niemanden aus
der
Gruppe opfern wollte.
Doch stellte sich hier nun erst
einmal die Frage, warum
überhaupt einen Menschen oder ein menschenähnliches
Wesen opfern? Es war nur
die Rede davon, man müsse ein Opfer bringen, und
„ein Opfer bringen“ kann
vieles heißen. Sir Simon gab Rat: Man könne auch auf
all seine Fähigkeiten
verzichten und ein Mensch werden. Dies wäre eine
Möglichkeit dem Menschenopfer
zu entgehen. Failadeth zögerte keinen Moment, sie
würde auf ihre elbischen
Fähigkeiten verzichten, wenn sie ihre Schönheit
behalten dürfe, nur um Sir
Simon, der sich freiwillig anbot das Opfer zu sein und den einzigen
Adligen
neben ihr in der Gruppe vor dem sicheren Tod zu bewahren.
Außer ihr war jedoch
niemand davon überzeugt, dass es besser
wäre die magischen Fähigkeiten hinter sich zu lassen,
so dass man doch darauf
zurückkommen musste, einen aus der Gruppe zu opfern. Failadeth
fragte, warum
Sir Simon denn sterben wolle. Und auch auf Failadeths Bitten und
Flehen, er
solle doch mitkommen, sagte er nur, dass er es nicht unbedingt wolle,
denn er
habe bereits lange genug gelebt. Für ihn würde es
Erlösung heißen, für die
anderen war es ein Opfer, denn sie würden Sir Simons Wissen
nicht mehr erlangen
können. Die Prinzessin versuchte weiterhin ihn davon zu
überzeugen, dass es
doch besser sei zu leben und sein Wissen weiterzugeben an folgende
Generationen.
Doch Sir Simon wies alle Hilfe von sich. Er wisse zu viel und es sei zu
gefährlich, wenn er es jemandem verraten würde.
Failadeth bohrte weiter nach,
warum es zu gefährlich sei, doch der Sir konnte nur
wiederholen, dass er zu
viel wisse.
Failadeth dachte nach, sie
wusste, dass Sir Simon „nur“ ein
Geist war, also war er bereits tot. Und wie sollte man einen Geist
töten? Und
warum war er *überhaupt* ein Geist? Sir Simon wich der Frage
nach dem Warum
insofern aus, als dass er sagte, das Los habe ihn getroffen, als
entschieden
werden musste, wer dafür Sorge zu tragen hat, dass das Portal
auch weiterhin
noch geöffnet blieb. Viel mehr gab er dazu nicht preis. Nach
dem Wie musste er
leider antworten, dass er zwar viel, und auch *zu* viel wisse, dass er
auf
diese Frage jedoch keine Antwort habe.
Die Prinzessin legte ihre Arme
um den Sir, den sie auch in
der kurzen Zeit so lieb gewonnen hatte, und eine Träne
schimmerte in ihren
Augen. Sie wischte sich diese weg, als Sundaris anfing zu
überlegen, wie man den
Geist denn am besten vernichten könnte. Shela schlug vor ein
Feuer zu nehmen,
vorzugsweise ein magisches, da sie dieses führen konnte, doch
Severe war
dagegen, der Sir konnte doch nicht qualvoll ersticken!
Sir Simon schlug vor, sie
sollten doch einfach durch das
Portal gehen und abwarten, was geschehe. Failadeth schlug vor, dass
Sundaris
dies als erstes tun solle, sie selbst wollte bei Sir Simon bleiben,
für den
Fall, dass es ein qualvoller Tod werden würde, wollte sie ihm
Beistand leisten
und ihm weitestgehend helfen.
Sundaris, der scheinbar nicht
aufgepasst hatte, fragte
erneut, welches Feuer sie nun nehmen sollten. Verärgert
über diese
Unaufmerksamkeit fuhr die Prinzessin den Brujah an und sagte, es
würde
überhaupt kein Feuer geben, und er solle endlich durch das
Portal gehen. Shela
würde ihm folgen.
Sundaris antwortete mit einem
„Halt die Klappe!“, einem
Ausdruck, den Failadeth in ihren Landen in den letzten Jahrhunderten
nicht
gehört hatte.